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Andrea in Pfronten beim Marathon
Nass, steil, mit Kuh-Begegnung und Proviant-Verlust Andreas Rennfieber ist nicht zu stoppen: Schon wieder machte sich die Wahl-Österreicherin zu einer der großen Marathon-Veranstaltungen im Süden Deutschlands auf – diesmal quasi gleich ums Eck.
Der ständige Dauerregen macht so langsam auch der Motivation der Rennfahrerinnen schwer zu schaffen: So hoffte Andrea zwar bis zum Schluss auf ein wenig Sonne, doch leider umsonst: Pünktlich um 10:15 Uhr fiel der Startschuss und um 10:16 die ersten Regentropfen
Inzwischen nun doch schon ein wenig ermüdet durch die vielen Rennen in der Saison, ein wenig wetterfrustriert und durch eine schlechte Startposition gleich im ersten verstopften Trail gefangen, beschloss Andrea, diesen Marathon ein wenig verhalten und eher unter dem Trainingsaspekt anzugehen. Dementsprechend entspannt meisterte sie die berühmt-berüchtigten steilen Anstiege rund um Pfronten: „Der erste große Anstieg mit über 600 hm fiel mir dann relativ leicht, schon von weitem hörte man die Band auf der Kappeler Alm It’s a long way to the top spielen, ich musste richtig lachen, so nett fand ich diese Einlage.“
Doch so nach und nach kroch das nasse Kalt durch den Körper und stellte Andreas Humor auf eine harte Probe: „Die Kälte setzte mir dann so richtig zu, von den Fingerspitzen bis zu den Ellenbogen war alles eingefroren. Schalten konnte ich nur noch mit dem Handballen und meine Flasche bekam ich gar nicht mehr aus dem Halter. Auf dem folgenden kurzen Flachstück kämpfte ich dann damit, meinen Riegel mit Zähnen und gefrorenen Fingern auszupacken, es wollt mir einfach nicht gelingen. Als ich es endlich geschafft hatte, und einen Bissen genommen hatte, verschwand völlig jegliches Gefühl aus meiner linken Hand und ich konnte nur noch zusehen, wie mein hart erkämpfter Zwischensnack in eine Pfütze fiel. Ich musste über meine eigene Dummheit lachen und fuhr mit leerem Magen den Anstieg zum Himmelreich hinauf.“
Es gewinnt, wer trotzdem lacht – und schon ging es in den nächsten Downhill, den Andrea noch mal so richtig genießen konnte, bevor es dann kur vor dem Ziel zum Beinahe-Zusammenstoß mit einer Kuhherde kam: „*Die Abfahrt ins Ziel lag dann komplett im Nebel, das war nicht ganz ungefährlich*, man sah die Hand vor Augen nicht. Und in dem Moment als ich mir dachte, hoffentlich stehen jetzt keine Kühe auf dem Weg, machten meine Hände reflexartig eine Vollbremsung und ich kam wenige Dezimeter von einem Kuhschwanz entfernt zum stehen. Puh, das gab nen Adrenalinstoß.
Dermaßen gepusht ging es dann auch schon hinein ins Ziel – wo trotz der zurückhaltenden Fahrweise ein 6. Platz verkündet wurde und Andrea dann doch ein recht zufriedenes Gefühl in die warme Dusche geleitete.
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